Aus dem Rheinland für eine emissionsfreie Mobilität in Europa

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Die Initiative ‚HyCologne – Wasserstoff Region Rheinland‘
feiert Geburtstag: Seit mittlerweile zehn Jahren unterstützt der
Verein aus Hürth bei Köln die emissionsfreie Mobilität – nicht
nur in der Region, sondern in ganz Europa. Die wachsende
Mitgliederzahl, aber auch die zunehmende Akzeptanz von
Brennstoffzellenfahrzeugen und der Aufbau einer entsprechenden
Wasserstoff-Infrastruktur zeugen von seinem Erfolg.

 

Ihren Ursprung findet die Initiative in einer fixen Idee für das
Thema Klimaschutz: Warum sollte der als Nebenprodukt im örtlichen
Chemiepark entstehende Wasserstoff ungenutzt bleiben? Man gründete
deshalb gemeinsam mit verschiedenen lokalen Unternehmen eine
Interessengemeinschaft, aus der 2007 HyCologne hervorging. Heute
zählt der Verein 28 öffentliche und private Mitglieder, die sich
unter anderem für null schädliche Emissionen im öffentlichen
Nahverkehr einsetzen. Ziel: in der Gesellschaft und bei den
Entscheidungsträgern in der Wirtschaft und Politik das Bewusstsein
für die Bedeutung des Wasserstoffs als Energieträger zu schärfen.

 

Dass das geglückt ist, zeigt sich im Rheinland unter anderem bei
der Regionalverkehr Köln GmbH (RVK): Seit 2011 sind in Hürth und
Brühl zwei Brennstoffzellen-Hybridbusse unterwegs. Neben dem
emissionsfreien Betrieb überzeugen die Fahrzeuge gegenüber
Elektroautos mit hohen Reichweiten und kurzen Betankungszeiten,
sodass sie flexibler einsetzbar sind. Sie entstanden aus der
gemeinsamen Entwicklung von Brennstoffzellenbussen mit der
Konzerntochter Hino Motors. Im Bus kommt das Toyota
Brennstoffzellensystem (TFCS) aus der Limousine Mirai jeweils doppelt
zum Einsatz. Die Brennstoffzellentechnologie verwendet die
Komponenten des Hybridantriebs, unterscheidet sich im Vergleich zu
konventionellen Verbrennungsmotoren nicht nur durch einen CO2- und
lokal schadstofffreien Antrieb, sondern auch durch eine bessere
Energieeffizienz.

 

Der Bus kann zudem als ein externes Stromversorgungssystem, mit
einer Leistungsabgabe von bis zu neun kW und einer Kapazität von 235
kWh, verwendet werden. Damit lassen sich die Busse beispielsweise in
Notfall- und Katastropheneinsätzen oder auch für die heimische
Energieversorgung als Stromquelle nutzen.

 

Für Toyota ist Wasserstoff ein wichtiger Energielieferant der
Zukunft. Der Automobilhersteller hat mit dem Mirai die erste in Serie
gebaute Brennstoffzellenlimousine eingeführt und treibt auch die
Entwicklung von Bussen und Gabelstaplern mit Brennstoffzellenantrieb
sowie von stationären Brennstoffzellen für den heimischen Einsatz
voran.

 

Doch bei den zwei Bussen bleibt es nicht. HyCologne ist zudem
einer der Partner des EU-weiten Gemeinschaftsprojekts JIVE (Joint
Initiative for Hydrogen Vehicles across Europe): Unterstützt mit
Fördermitteln in Höhe von 32 Millionen Euro, fördert es den
Einsatz Wasserstoff-betriebener Brennstoffzellenbusse in
verschiedenen deutschen Städten und Regionen. Allein im Rheinland
sollen demnächst 30 weitere B-Busse zur Luftreinhaltung ihren
Beitrag leisten, ehe ab 2030 ausschließlich emissionsfreie Fahrzeuge
in die Flotte des RVK dürfen. Zudem ist der Aufbau von zwei
zusätzlichen Wasserstoff-Tankstellen geplant.

 

Toyota Deutschland unterstützt als weltweiter Pionier den Einsatz
von Brennstoffzellentechnik und setzt im Vorfeld der Olympischen und
Paralympischen Spiele 2020 in Tokio selbst Brennstoffzellenbusse im
öffentlichen Nahverkehr ein. Die ersten Fahrzeuge des sogenannten
Toyota FC Bus wurden vor rund einem Monat an die Verkehrsbehörde der
Metropolregierung Tokios übergeben. Mit der Familienlimousine Mirai
bietet Toyota zudem auch in Deutschland bereits ein
Brennstoffzellenfahrzeug an, das wie die Busse während der Fahrt
weder CO2 noch andere Schadstoffe ausstößt. Als Emission entsteht
lediglich Wasserdampf. (dpp-AutoReporter/wpr)